Lebensberatung

Lebensberatung - Heilpraktiker Thomas Neß, Dresden

Die Geschichte vom Lebensfluß ...

... oder wie wir krank werden und was wir daran ändern können...

Unser Leben ist wie ein Fluß: solange es ungehindert fließen kann, breitet es sich immer weiter aus, es umfließt Hindernisse in sanften Schwingungen und strömt seinem Ziel zu, dem großen Ozean, ohne sich darüber allzu viele Gedanken zu machen. Wenn unser Leben im Fluß bleibt, fühlen wir uns gesund, und wenn wir uns gesund fühlen, sind wir es meistens auch.

Die Frage ist, ob unser Gefühl noch mit unserem Leben verbunden ist - oder nur noch wie Treibgut an seiner Oberfläche dahinströmt und die Ahnung davon verloren hat, was in seiner eigenen Tiefe los ist.

Wenn wir Schmerzen erleben, die unseren Lebensfluß stauen, wenn wir mit Grenzen eingedämmt werden, die dem Gesetz des Fließens widersprechen, dann gräbt sich die gehemmte Kraft in den eigenen Untergrund und legt dort die Wurzeln frei.

Das halten wir nicht lange aus, und deshalb suchen wir zu verdrängen, was uns wehtut, und passen uns solange an, bis wir uns selbst entwurzelt und das Lied unserer Seele vergessen haben.

Nun sind wir kanalisiert und der Lebensfluß unseres Herzens in kleine handliche Eiswürfel verpackt. Trüb und faul ist unsere Tiefe geworden, aber umso hektischer und zielloser kräuselt sich die Oberflächenströmung. Da ist kein Spiegel mehr, in dem die Seele sich selbst erblickt, kein Himmel mehr, von dem die Sonne ins Herz leuchtet.

Lebensberatung - Heilpraktiker Thomas Neß, Dresden

Und dann heißt es: wir sind "krank". Das stimmt, wir sind wirklich krank. Aber verstehen wir, was mit uns geschehen ist? Können wir uns daran erinnern? Wie werden wir unser Lied wiedererwecken? Was haben wir verkehrt gemacht? - Unser Leid ist die verkehrte, vertauschte Version unseres Liedes.

Wir müssen unsere Krankheit zum Sprechen bringen, denn sie will uns etwas sagen, was wir verdrängt und vergessen haben. Solange wir das nicht gehört haben, wird die Krankheit unser Begleiter sein.

Also gehen wir innerlich zurück zu unserer Quelle, erinnern wir uns, wie das Fließen geht, oder lernen wir es neu! Räumen wir die Steine aus unserem Flußbett. Lassen wir unseren Schmerz wieder zu, damit die Wunde heilen kann. Erlauben wir unserer Krankheit, uns Gesundheit zu lehren.

Je mehr wir lernen zu leben, lernen wir auch gesund zu sein. Je mehr wir lernen, aus der Fülle zu schöpfen, aus der wir entsprungen sind, desto näher kommen wir unserem Ziel. Vielleicht kennen wir es gar nicht, aber wir spüren seine Nähe als Sinn - als den Frieden, der uns in der Nacht in seine Sterne hüllt, als die Freude, die uns am Morgen ins Leben ruft, als das Licht, dessen Sonne unsere Tiefe erhellt, und als die Liebe, die unser Herz zum Lachen bringt...

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